Erneuter NSA-Skandal: Wikileaks veröffentlichte weitere Fakten

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Quelle: Unzensuriert

Der US-Botschafter wurde in das Kanzleramt "eingeladen". Foto: Tischbeinahe / wikimedia (CC BY 3.0)

Der US-Botschafter wurde in das Kanzleramt „eingeladen“.
Foto: Tischbeinahe / wikimedia (CC BY 3.0)

Nicht nur die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde belauscht. Das Ausmaß der Spionage durch den US-Geheimdienst NSA ist weit größer als bislang gedacht. Das belegen Dokumente, die vor kurzem auf Wikileaks veröffentlicht wurden. Es handelt sich dabei um eine Liste sowie zwei kurze Texte. Die Liste beinhaltet fast 70 Telefonnummern, die beiden Texte sind Zusammenfassungen von Gesprächen.

Wikileaks veröffentlicht neue Dokumente

Diese Informationen deuten daraufhin, dass die meisten betroffenen Büros und Personen bereits seit 2002 unter Beobachtung stehen. Betroffen waren bis jetzt nachweisbar Spitzenbeamte und Minister, wie der ehemalige Finanzminister Oskar Lafontaine (Linke), aber auch eine Nummer aus Frankfurt sticht ins Auge: Ein Anschluss der Europäischen Zentralbank (EZB). Einer der Texte stellt die Position Angela Merkels zu den ersten Zügen der Griechenlandkrise dar. Sie äußerte sich zur Griechenlands Zuverlässigkeit sehr skeptisch einer persönlichen Beraterin gegenüber und besprach weiter das strategische Vorgehen in Washington. Sicherlich nützliche Infos für die Amerikaner.

Generalbundesanwalt, Harald Range, eingeschaltet

Der Fokus der NSA lag eindeutig auf der deutschen Währungs- und Handelspolitik. Das geht unmittelbar aus den veröffentlichten Dokumenten hervor. Doch wie wird die deutsche Regierung ob dieser neuen Erkenntnisse reagieren? Die Kanzlerin hat zunächst den US-Botschafter John. B. Emerson ins Kanzleramt „eingeladen“. Kanzleramtschef Peter Altmeier will von Emerson Aufklärung über das Ausmaß der Abhöraktionen. Ermittlungen im Bezug auf das mutmaßliche Abhören von Angela Merkels Mobiltelefon wurden Mitte Juni mangels Beweise eingestellt. Damit – das dachte man wohl – sei das Thema abgeschlossen. So kann man sich irren.

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