Hofbräukeller in München verhängt Pauschalverbot gegen Verbindungsstudenten

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Quelle: Unzensuriert

Der Hofbräukeller vergrault seine Gäste auf besondere Art. Foto: Mattes / wikimedia (gemeinfrei)

Der Hofbräukeller vergrault seine Gäste auf besondere Art.
Foto: Mattes / wikimedia (gemeinfrei)

Deutschland, München. Der Hofbräukeller in Bayerns Landeshauptstadt ist so sehr eine Sehenswürdigkeit für Touristen, wie auch gemütliches Gastlokal für die Münchner selbst. Sein angenehmes Ambiente lädt vor allem bei schönem Wetter in den traditionellen Biergarten ein. Bemerkenswert ist auch, dass Intoleranz und pauschale Diffamierung von Personenkreisen, augenscheinlich nicht in Konflikt mit der Geschäftsphilosophie stehen. Dies zeigt jüngst eine offizielle Stellungnahme des Lokals.

Studentenverbindungen unerwünscht

Die Geschäftsleitung gab bekannt, Studentenverbindungen in Zukunft nicht mehr reservieren zu lassen. Mehrere unterschiedliche Verbindungen hätten sich in letzter Zeit unsittlich benommen. Im Vorfeld könne das Personal aber nicht den sozialen Verwerflichkeitsgrad des Einzelnen feststellen und deshalb müssen nun alle draußen bleiben. Auch katholische Verbindungen, wie dieK.S.St.V Alemannia München, bei der der ehemalige Papst Benedikt XVI. noch immer Mitglied ist. Studentenverbindungen haben sich seit jeher um Traditionsbewusstsein und gesellschaftliches Werteverständnis verdient gemacht, sind auch stets für wesentliche Freiheitsrechte eingetreten, die anderen Staaten noch heute als Vorbild dienen. Allein deshalb dürfte die große Empörung in Verbindungskreisen keine Überraschung sein.

1,8 Sterne-Wertung für den Hofbräukeller

Mit wem es sich die Geschäftsführung tatsächlich vermiest hat, bekommt sie fast über Nacht im Internet zu spüren. Dem – sich selbst auf facebook zur Bewertung stellenden – Hofbräukeller geben ca. 3.000 Menschen eine negative Bewertung. Im Vergleich zu nur 500 positiven Bewertungen ist das gravierend und führt im Ergebnis zu einer erschreckenden 1,8 Sterne-Wertung. Zuvor lag diese bei 4,6. Dies ist aber nicht nur Sinnbild für ein soldidarisches und gut verzahntes Netzwerk, sondern zugleich auch für eine gesellschaftliche Auflehnung gegen rechtswidrige Kollektivhaftung (ehemalig Sippenhaftung) in einem freien Rechtsstaat. Eine Erklärung, warum im störenden Einzelfall nicht einfach ein Hausverbot ausgesprochen wird, bleibt der Hofbräukeller nämlich all denjenigen schuldig, die sich zu benehmen wissen.

Bemerkenswert ist auch, dass das Meinungsbild von Nichtverbindungsstudenten stark unter der Ausgrenzungsoffensive leidet. Durch diese Intoleranz sei nun die traditionelle Atmosphäre vergiftet, wird sogar erwähnt. Mittlerweile greift die Empörung auch auf andere soziale Netzwerke über. Man stelle sich einmal vor, dass nicht Verbindungsstudenten, sondern Angehörige einer bestimmten Religion, pauschal unerwünscht wären. Studentenverbindungen wurden zuletzt 1936 verboten.

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