Kurier-Chefredakteur bittet Regierung und EU um Medien-Zensur

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Quelle: Unzensuriert

Kurier-Chefredakteur Brandstätter fordert eine "sinnvolle Medienpolitik" von der Regierung in Wien. Foto: Brandstätter_Helmut-9625/ Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Kurier-Chefredakteur Brandstätter fordert eine „sinnvolle Medienpolitik“ von der Regierung in Wien.
Foto: Brandstätter_Helmut-9625/ Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

„Aber die Regierung in Wien weigert sich seit Langem, eine sinnvolle Medienpolitik zu machen, und die EU-Kommission in Brüssel war bisher auch hilflos.“ Diesen Satz von Kurier-Chefredakteur Helmut Brandstätter in seinem Kommentar vom 29. Oktober muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Brandstätter ruft quasi zur Zensur der freien Meinungsäußerung auf, bittet die Politik um Hilfe, damit auf den Seiten der sozialen Medien oder der Internet-Zeitungen keine Desinformation transportiert werden könne. Seiner Meinung nach entstehe auf diesen Plattformen in Wahrheit die „Lügenpresse“.

Aus dem Internet abgeschrieben?

Brandstätter nimmt den Sonntagskommentar des Chefredakteurs der steirischen Ausgabe der Kronen Zeitung, Christoph Biró, zum Anlass für seine journalistischen Auswüchse und behauptet ziemlich dreist, dass Biró „unwahre, erfundene Geschichten aus dem Internet abgeschrieben“ habe. Diese „Geschichten“ werden wohl von Behörden oder Konzernzentralen – vermutlich auf politische Anordnung bzw. Druck hin – geleugnet, für viele dieser Anschuldigungen existieren jedoch Beweise.

Leserschwund bei Mainstream-Medien

Was steckt also tatsächlich hinter dem Hilferuf des Helmut Brandstätter an die Regierung und die EU? In Wahrheit laufen dem Kurier die Leser davon. Auf der anderen Seite gibt es eine wachsende Leserschaft bei regierungskritischen Medien, zum Beispiel hier bei Unzensuriert.at. Auf dieser Internetseite konnte der Zugriff von einer Million im Juni auf 3,6 Millionen Leser im September verbessert werden. Nicht weil hier – wie Brandstätter einfach so allgemein dahinschreibt – Verschwörungstheorien und Desinformationen verbreitet werden, sondern weil es die Leser satt haben, von Zeitungen, die noch dazu stark von Inseratenschaltungen der Regierungsparteien abhängig sind, einen Einheitsbrei serviert zu bekommen. Darüber sollte sich der Chefredakteur des Kurier einmal Gedanken machen, statt laut nach Zensur zu schreien, um so vielleicht den Kurier vor dem Untergang zu retten.

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