Islamkindergärten: Experte warnt vor problematischen Einrichtungen – Islamische Glaubensgemeinschaft mauert

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Quelle: Unzensuriert

Die Studie zu den islamischen Kindergärten in Wien schlägt weiter Wellen. Die FPÖ fordert unter anderem die Schließung von "Dschihad-Kindergärten". Foto: flickr: nevil zaveri / CC-BY-SA-2.0

Die Studie zu den islamischen Kindergärten in Wien schlägt weiter Wellen. Die FPÖ fordert unter anderem die Schließung von „Dschihad-Kindergärten“.
Foto: flickr: nevil zaveri / CC-BY-SA-2.0

Eine vom Integrationsministerium in Auftrag gegebene Studie zu den rund 150 islamischen Kindergärten in Wien schlägt weiter Wellen. Soziologe Güngör Kenan spricht davon, dass rund ein Drittel der Kindergärten „problematisch“ seien. Die Islamische Glaubensgemeinschaft blockt ab, deren Präsident Fuat Sanac hält die Untersuchung von islamischen Kindergärten für „undemokratisch“ und „unmenschlich“. Die Freiheitlichen fordern die Schließung von „Dschihad-Kindergärten“, der Integrationsminister kündigt einen „runden Tisch“ an.

Rund ein Drittel „problematisch“

Ednan Aslan vom Institut für Islamische Studien der Universität Wien hat im Auftrag des Integrationsministeriums islamische Kindergärten in Wien auf extremistische Tendenzen hin untersucht, die Ergebnisse sind alarmierend, von Integration keine Rede. Rund 30 von den geschätzten 150 islamischen Kindergärten in Wien wurden untersucht.

Im Interview mit dem Ö1-Mittagsjournal am Montag sagte Soziologe Güngör Kenan, etwa ein Drittel der Kindergärten sei  „problematisch“. Und das alleine genüge schon, zähle doch jeder einzelne Kindergarten rund 50 bis 70 Kinder. Man dürfe sich „den Luxus nicht leisten, dort nicht genauer hinzuschauen“, mahnte Kenan.

Aus seiner Sicht gebe es drei Typen von islamischen Kindergärten. „Die zweite Gruppe, die extreme Gruppe, von der wir sprechen, sind diese radikalen salafistischen. Dort muss unbedingt interveniert werden, bis hin zur Schließung.“ Und es gebe noch eine dritte Gruppe, die das „religiöse Moment“ so in den Vordergrund stelle, dass für anderes zu wenig Raum bleibe, so Güngür gegenüber Ö1.

Manche muslimische Kindergärten rückten Religion massiv in den Vordergrund, etwa indem exzessiv Koransuren auswendig gelernt würden, sagt Kenan auch gegenüber dem Standard. Er halte es für bedenklich, dass in einigen Buben und Mädchen getrennt würden, zudem gebe es Kindergärten, in denen Deutsch definitiv zu kurz komme.

„Undemokratisch“, „unmenschlich“ und „Aufhetzung“

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft hingegen, Fuat Sanac, gibt sich offensichtlich kritikresistent, geht zum Gegenangriff über und kritisiert eine Untersuchung der islamischen Kindergärten per se: Es sei „wirklich undemokratisch und auch unmenschlich“ die Bürger nach ihrer Religion oder ihrem Glauben qualifizieren, sagte er gegenüber Ö1.

Außerdem würden für jeden Kindergarten die gleichen Gesetze gelten. „Wenn ein Kindergarten nicht richtig funktioniert, dann gibt es dazu bestimmte Regeln und zuständige Personen, die sie warnen und wenn sie das nicht tun, dann werden sie bestraft werden. Was hat das mit Islam zu tun? Das ist Aufhetzung“, so Sanac im Interview.

Auch sonst blockt er offenbar ab: Dass in einigen Kindergärten Koran-Suren auswendig gelernt würden, sei für ihn normal, dass in einigen nicht Deutsch gesprochen werde, hält er für ein Missverständnis und dass nur rund fünf Kindergärten den Wissenschaftern Zutritt gewährt hätte, erklärt er laut Ö1 damit, dass manche diese vielleicht nicht für befugt gehalten hätten, sie zu untersuchen. Und dass manche Kindergarten-Betreiber einen salafistischen, sprich extremistischen Hintergrund hätten, tut der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft laut Ö1 als lächerlich ab.

„Dschihad-Kindergärten in Österreich nicht zu akzeptieren“

Diesen Donnerstag soll es nun ein Treffen, einen „runden Tisch“, zwischen Integrationsminister Sebastian Kurz, Studienautor Ednan Aslan (ÖVP) sowie den Wiener Stadträtinnen Sonja Wehsely und Sandra Frauenberger (SPÖ) geben, bei dem man die Koordination bei der Kontrolle der Kindergärten besprechen will.

Die FPÖ hat ihre Forderungen bereits deponiert: Dschihad-Kindergärten sind in Österreich nicht zu akzeptieren, sagt die Familiensprecherin der Freiheitlichen, Anneliese Kitzmüller. „Die Kindergärten zu schließen reicht alleine nicht. Auch die Justiz muss eingeschaltet werden und gegen islamistische Hetzer und Hassprediger vorgehen“, betont die Parlamentarierin.

Laut Untersuchung gibt es in Wien rund 150 islamische Kindergärten. Zum Vergleich: Die Zahl der katholischen Kindergärten liegt bei etwa 100, jene der evangelischen ist gerade einmal zweistellig. Die Stadt Wien fördert lautÖ1 private Kindergärten im Schnitt mit 550 Euro pro Monat pro Kind.

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