„Islamophobie-Experte“ Hafez bezeichnet Studie über Islam-Kindergärten als politisches Pamphlet

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Quelle: Unzensuriert

Kreisky-Preisträger Hafez übt sich in politischer Interpretation der Studie zu den Islam-Kindergärten und macht der SPÖ damit vermutlich keine allzu große Freude. Foto: Trollma / Wikimedia (CC BY 3.0)

Kreisky-Preisträger Hafez übt sich in politischer Interpretation der Studie zu den Islam-Kindergärten und macht der SPÖ damit vermutlich keine allzu große Freude.
Foto: Trollma / Wikimedia (CC BY 3.0)
21. Dezember 2015 – 12:30

Der Politikwissenschafter Farid Hafez ist Träger des Bruno-Kreisky-Preises. Obwohl er diesen für sein Buch namens „Islamophobie“ bereits im Jahr 2009 erhielt, bedankte er sich erst dieser Tage recht artig bei den Sozialdemokraten: In einem Interview mitTelepolis schlägt er gegen den Religionspädagogen Ednan Aslan los, der in einer Studie massive Integrationsverweigerung und radikale Tendenzen in Wiens islamischen Kindergärten aufgedeckt hat.

Farid Hafez, der seit Jahren bemüht ist, dem Begriff „Islamophobie“ ein wissenschaftliches Mäntelchen umzuhängen, um ihn besser gegen Islam-Kritiker in Stellung bringen zu können, bedenkt Aslans Arbeit mit wenig schmeichelhaften Worten: „Dieser Projektzwischenbericht, der nach einer sechsmonatigen Laufzeit erstellt wurde, würde in meiner Lehrveranstaltung nicht einmal als Seminararbeit gelten“, ätzt er und spricht zudem von einem „politischen Pamphlet“, das nicht sachlich diskutiert werden könne.

Vermutung des Islamismus ist bereits Islamophobie

Wie die Wiener SPÖ leidet Hafez offenbar massiv unter der Feststellung islamistischer Tendenzen in Wiener Kindergärten. Dass solche überhaupt vermutet werden und ihnen mit einer Studie auf den Grund gegangen werden soll, ist für den Begriffsexperten schon islamophob genug, denn:

Dieser gesamte Diskurs basiert auf einer kritisch nicht hinterfragten Grundannahme, die Teil eines hegemonialen rassistischen Diskurses ist: das Bild des gewaltaffinen Muslims, der in den Privatkindergärten herangezüchtet wird. 

Doch darum geht es in Wahrheit gar nicht, wie Hafez dem erstaunten Leser schon in der ersten Antwort offenbart. Worum denn dann?

Sebastian Kurz, der Integrationsminister, der der christdemokratischen ÖVP angehört, bedient sich islamfeindlicher Versatzstücke, um gegen die von der Sozialdemokratie regierte Stadt Wien zu politisieren. Nachvollziehbar ist das insofern, als die ÖVP in Wien auf ein historisches Tief von unter zehn Prozent in Wien gesunken ist. Gleichzeitig macht es aber insofern keinen Sinn, da die ÖVP sich auf Bundesebene in einer Koalition mit der SPÖ befindet und es konsequenterweise zu einer Revanche gekommen ist. Die muslimischen Kindergärten sind hier nichts weiter als der Kollateralschaden.

SPÖ als Drahtzieher der Kritik an Aslan-Studie

Und aus Sicht von Hafez ist das alles auch kein Problem, denn die Genossen, so plaudert er offenherzig aus, werden ihre muslimischen Freunde schon verteidigen gegen den infamen ÖVP-Angriff:

Vielmehr verhält es sich so, dass die Bundes-ÖVP die Wiener SPÖ angreift. Damit kann das etablierte sozialdemokratische Lager entsprechend reagieren. Und deswegen wird die Auftragsstudie entsprechend breit kritisiert.

Hafez entlarvt also die SPÖ als Drahtzieher der Kritik an Ednan Aslans Kindergarten-Studie. Sie verfügt jedenfalls über beste Kontakte in die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), deren Präsident Fuat Sanac in Zusammenhang mit der Studie sogar von Aufhetzung gesprochen hatte. Der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi ist zugleich Integrationsbeauftragter der IGGiÖ.

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