Abschiebe-Irrsinn: Marokkaner wurde zehnmal abgeschoben, zehnmal reiste er wieder ein

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Quelle: Unzensuriert

Zehn Mal schon hat Deutschland einem Marokkaner den Rückflug in seine Heimat bezahlt, doch der Mann mit 51 Ermittlungsverfahren in seiner Strafakte kam immer wieder zurück. Foto: Airwolfhound / flickr (CC BY-SA 2.0)

Zehn Mal schon hat Deutschland einem Marokkaner den Rückflug in seine Heimat bezahlt, doch der Mann mit 51 Ermittlungsverfahren in seiner Strafakte kam immer wieder zurück.
Foto: Airwolfhound / flickr (CC BY-SA 2.0)

Belaid Z. (39) hat den deutschen Staat schon eine Menge Geld gekostet. Laut Bildwurde der Marokkaner bereits zehnmal abgeschoben, doch der Mann, in dessen Strafakte 51 Ermittlungsverfahren stehen, kam immer wieder zurück. Schon mehrmals wurde er beim Drogenhandel erwischt, aber auf der Liste seiner Straftaten stünden laut Bild auch Urkundenfälschung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Hehlerei. Und der Marokkaner ist bestimmt kein Einzelfall.

„Es ist ein Teufelskreis“

Der Staat scheint inzwischen machtlos. „Es ist ein Teufelskreis,“ zitiert die Bild einen Ermittler, der zugibt, dass straffällige Migranten schon mehrfach abgeschoben wurden. Wie der Fall Belaid Z. zeigt, nützen diese Abschiebungen wenig. Der Marokkaner wurde zwischen 2007 und 2015 zehnmal in sein Heimatland verfrachtet, kam aber jedes Mal wieder. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir ihn wieder begrüßen,“ sagte ein Polizist der Bild.

Nordafrikanische Einwanderer im Fokus

Der Fall „Belaid Z.“ wurde bekannt, weil seit den Silvester-Übergriffen in Köln nordafrikanische Einwanderer verstärkt im Fokus der Polizei stehen. Dass Migranten, die abgeschoben werden, mit einem gefälschten Pass und getarnt als „Kriegsflüchtling“ nochmals nach Deutschland oder Österreich einreisen, wurde ja schon lange vermutet. Das ist aber nicht das einzige Problem bei Asylwerbern, die mangels Asylgrund zurück in ihre Heimat geschickt werden sollen. Für manche Staaten, etwa Pakistan, bestehen keine Abmachungen über die Rücknahme, auch nach Afghanistan finden de facto keine Zwangsabschiebungen statt, berichtete Die Presse.

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