Junge Grüne rotieren wegen Dönmez-Vortrag bei Burschenschaft und prangern „braune Flecken der Grünen Bewegung“ an

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Quelle: Unzensuriert

Die Jungen Grünen werfen ihrem Parteifreund Efgani Dönmez vor, "seine nach rechts abgedrifteten Thesen zu einer von rassistischen Vorurteilen geprägten Integrationspolitik zu verbreiten". Foto: Gianmaria - Foto Parlamentsdirektion / Wikimedia CC BY-SA 3.0

Die Jungen Grünen werfen ihrem Parteifreund Efgani Dönmez vor, „seine nach rechts abgedrifteten Thesen zu einer von rassistischen Vorurteilen geprägten Integrationspolitik zu verbreiten“.
Foto: Gianmaria – Foto Parlamentsdirektion / Wikimedia CC BY-SA 3.0

Die Grünen haben ein eigenartiges Demokratieverständnis. Reden mit Andersdenkenden ist „pfui“. Wer es trotzdem tut, und noch dazu mit einer Burschschaft, wird schon mal als „Rassist“ verunglimpft. Passiert ist das nun dem früheren Bundesrat der Grünen, Efgani Dönmez, der am heutigen Freitagabend (8.4.2016, 19 Uhr) auf Einladung der Burschenschaft „Eysn zu Steyr“ einen Vortrag über „Falsch verstandene Toleranz – am Beispiel von doppelbödiger Migrationspolitik“im Hotel Minichmayr hält. Die jungen Grünen protestieren dagegen und denken bei einer Gegenveranstaltung über „braune Flecken“ bei den Ökos nach.

Dönmez: „Lasse mir Gespräch mit Andersdenkenden nicht verbieten“

Dönmez, inzwischen einfaches Mitglied der Grünen, sagte in denOberösterreichischen Nachrichten (OÖN), dass er sich stets auch um das Gespräch mit Andersdenkenden bemühe und sich das nicht verbieten lasse. Schon in der Zeit als Grüner Bundesrat galt er als streitbarer Politiker, der sich nicht scheute, gegen die Parteilinie zu argumentieren, wenn er dies für angebracht hielt. Als er forderte, „Burkaträgerinnen“ solle die Sozialleistung gestrichen werden und Anhänger des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sollten in die Türkei abgeschoben werden, bekam er von seiner Partei den Dolchstoß. Er wurde noch den Landtagswahlen in Oberösterreich im Oktober 2015 nicht mehr als Bundesrat seiner Partei nominiert, weil er mit seiner oftmals nüchternen und realistischen Kritik an der Einwanderungspolitik nicht mehr ins Konzept von Glawischnig und Co. passte.

Querdenker in eigenen Reihen unerwünscht

Via Facebook richtete Dönmez damals seinen Parteifreunden aus, dass es in seiner Partei zwar ein Veranstaltungsprogramm gebe, dass sich „Querdenker“ nenne, „aber Querdenker in den eigenen Reihen sind unerwünscht“.

Ich war und bin zweifelsohne ein kritischer Zeitgeist mit einer eigenen Meinung und Haltung, die auf Fakten beruht. Diese Charakterzüge sind zweifelsohne nicht förderlich für eine politische Karriere, unabhängig davon bei welcher Partei.

Eigene Kolumne in der Zeitung

Als seine Aktien bei den Grünen fielen, stiegen sie in der Öffentlichkeit. In den Oberösterreichischen Nachrichten bekam er eine eigene Kolumne mit dem Titel „Dönmez direkt“ und fortan zog er als beliebter Vortragender durchs Land. Freitagabend wird er seine Sicht der Migrationspolitik der Burschenschaft in Steyr darlegen und unter anderem auf folgende Fakten hinweisen:

Wer Terror ernsthaft bekämpfen möchte, muss den Nährboden abgraben. Muss die Spreu vom Weizen trennen und penibel differenzieren. Der islamischen Welt fehlt eine säkulare Grundhaltung. Die Aufklärung ist an der islamischen Welt spurlos vorübergegangen. Das hat zu ihrer geistigen Verarmung geführt. Die Kritik am Islam wurde gleichgesetzt mit der Kritik an den Herrschenden und die Kritik an den Herrschenden mit Kritik am Islam. Die Fluchtbewegungen werden massive Auswirkungen, sowohl im Herkunftsland, als auch in den Zielländern, haben. Die Politik ist sich darüber noch gar nicht im Klaren, welche Auswirkungen das sein werden, sei es am Arbeitsmarkt, im religiösen Zusammenleben, bei der Bildung, Gesundheit, am Wohnungsmarkt.

Junge Grüne: „Nach rechts abgedriftete Thesen“

Die Jungen Grünen in Steyr wollen eine solche Sichtweise offenbar nicht dulden. Zeitgleich zum Dönmez-Vortrag halten sie im Kulturzentrum Röda einen Themenabend mit dem Titel „Braune Flecken der Grünen Bewegung“ ab. In einer Aussendung heißt es wörtlich:

Anlass für den Themenabend ist ein Vortrag der deutschnationalen Burschenschaft „Eysn zu Steyr'“ bei dem der ehemals Grüne Bundesrat Efgani Dönmez seine nach rechts abgedrifteten Thesen zu einer von rassistischen Vorurteilen geprägten Integrationspolitik verbreiten will.

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