ORF-Interviewerin Pawlicki stellte Hofer Frage aus dem SPÖ-Schmutzkübel

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Quelle: Unzensuriert

Norbert Hofer (links) in der ORF-Pressestunde mit Patricia Pawlicki (ORF) und Klaus Herrmann (Kronen Zeitung). Foto: FPÖ

Norbert Hofer (links) in der ORF-Pressestunde mit Patricia Pawlicki (ORF) und Klaus Herrmann (Kronen Zeitung).
Foto: FPÖ

Norbert Hofer ist ein Politiker, der nicht herumschwafelt, sondern seine Antworten kurz und präzise auf den Punkt bringt. Der Fragenkatalog, den er in der ORF-Pressestunde mit Patrica Pawlicki (ORF) und Klaus Herrmann (Kronen Zeitung) abarbeitete, war beachtlich, und nach 54 Minuten war das logische Ende gekommen, nachdem Hofer klargestellt hatte, dass er in der Stichwahl auf eine Wahlempfehlung unterlegener Konkurrenten verzichten könne, zumal er ohnehin darauf hoffe, dass die Wähler zu ihm kommen, „denen Österreich ein echtes Anliegen ist“.

Patricia Pawlicki und ihr „Spezialgebiet“

Eine mehrsekündige Pause, in der die Seher die Schluss-Akkorde erwarteten, beendete Pawlicki mit einem Lächeln und den Worten „Na, wir haben aber noch. Das wollen wir doch nützen“. Sie habe „in ihrem Portfeuille zum Stichwort Parlament – mein Spezialgebiet, wie Sie wissen – noch zwei Fragen, Stichwort Sozialausschuss“. Sie habe sich die Liste der Anwesenheit angesehen und festgestellt: „Sie haben doch relativ oft gefehlt in den Jahren 10, 12. Können Sie das festmachen, warum das so ist?“

Norbert Hofer musste bereits während der Frage schmunzeln und überraschte mit folgender Antwort:

Ich habe ein Strategiepapier bekommen aus dem Team Hundstorfer, wo drinnensteht, was man dem Norbert Hofer vorwerfen soll, und da steht genau das, drinnen, was Sie jetzt gesagt haben.

Prompt lag der Rechtfertigungsnostand ganz auf Seiten Pawlickis, die Hofer unterbrach und beteuerte:

Ich frag‘ Sie als Moderatorin der Sendung Hohes Haus.

Hofer erklärte daraufhin souverän, dass kein anderer Mandatar so viele Anträge im Sozialbereich gestellt habe wie er, obwohl er damals im Krankenhaus lag, weil man ihm den Fuß amputieren wollte – was eine eingeschränkte Anwesenheit wohl ausreichend erklärt.

Wer hat die Anwesenheitslisten durchforstet?

Die zentrale Frage ist also: Hat Pawlicki ihre Fragen aus einem „Strategiepapier“ aus dem Lager von Hofers SPÖ-Konkurrent Rudolf Hundstorfer? Zwar wird die Anwesenheit der Mandatare in den Ausschüssen schriftlich festgehalten, jedoch erscheint es unwahrscheinlich, dass sich ein ORF-Interviewer über Jahre hinweg dazu eine Statistik organisiert. Denn selbst die Tätigkeit für die (einmal pro Woche mit drei bis vier Beiträgen aufwartende) Parlaments-Sendung „Hohes Haus“ macht ORF-Redakteure nicht zu Ausschussexperten. Diese Gremien sind nämlich – bis auf wenige Ausnahmen – gar nicht medienöffentlich.

Aufschlussreicher ist da schon das von Hofer erwähnte Papier, das unzensuriert.at in Auszügen vorliegt. Darin wird – Pawlickis Vorwurf inhaltlich durchaus ähnlich – dem Kandidaten folgende Wortwahl gegen Hofer empfohlen:

„Ich kann mich erinnern, dass ich als Sozialminister natürlich in jedem Sozialausschuss war. Ich kann mich auch erinnern, dass Hofer maximal die Hälfte der Sitzungen da war.“ (Erklären, was ein Sozialausschuss ist = wenig Medien, mehr parlamentarische Arbeit)

Auf derselben Seite der Schmutzkübel-Anleitung wird Norbert Hofers Mitgliedschaft in der Burschenschaft Marko-Germania als Angriffspunkt genannt. Auch diesem Thema widmete Pawlicki in der ORF-Pressestunde breiten Raum. Aber vielleicht ist das Lesen von Burschenschafts-Festschriften ja auch ihr privates Hobby, das ihr dienstliches Speizialgebiet sinnvoll ergänzt…

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