ORF-Chefredakteur Dittlbacher: Van der Bellen steht für Sicherheit, Hofer für Eskalation

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Quelle: Unzensuriert

Ratlos nach dem Kanzler-Rücktritt, aber weiterhin voll auf Linie im Kampf gegen die FPÖ: ORF-Chefredakteur Fritz Dittlbacher. Foto: APA – Austria Presse Agentur / Schedl

Ratlos nach dem Kanzler-Rücktritt, aber weiterhin voll auf Linie im Kampf gegen die FPÖ: ORF-Chefredakteur Fritz Dittlbacher.
Foto: APA – Austria Presse Agentur / Schedl

Die Regierung verlor mit Werner Faymann heute den Kanzler, die SPÖ den Vorsitzenden  und der ORF den geheimen Generaldirektor. Ein Schlag, der wohl auch für ORF-Chefredakteur Fritz Dittlbacher schwer zu verdauen war. Der gestandene Sozialist – er begann seine Medienkarriere 1984 beim einstigen Parteiorgan Arbeiterzeitung – bemühte sich, aus Faymanns Abgang wenigstens anderweitig Kapital zu schlagen.

„Analyse“ ist schlecht getarnte Wahlempfehlung

In seiner „Analyse“ in der Sendung „Zeit im Bild“ vermutete Dittlbacher für die Bundespräsidentenwahl folgende Auswirkungen:

Die Unsicherheit im Land steigt natürlich durch den Rücktritt eines Kanzlers. Das könnte schon dem berechenbareren Kandidaten – und das wäre Van der Bellen – durchaus nützen, weil im Endeffekt dann doch viele lieber die Sicherheit als die Eskalation haben.

Der zur Objektivität verpflichtete ORF legt also offiziell fest: Van der Bellen steht für Sicherheit, Norbert Hofer für Eskalation. Viel offener hätte man eine Wahlempfehlung kaum aussprechen können.

Wünscht sich der neue Kanzler einen neuen Chefredakteur?

In einem wirklich öffentlich-rechtlichen Rundfunk wären die Tage des Chefredakteurs wegen solcher Aussagen gezählt – und nicht weil sich der nächste rote Kanzler im ORF einen anderen roten Chefredakteur wünschen könnte.

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