Islam-Sittenwächter verprügeln Rosenkavalier

Gepostet am Aktualisiert am

Quelle: KRONE
Foto: APA/dpa (Symbolbild), Klemens Groh

Oben ohne, Mascherl um den Hals, Blumen verteilend – so spazierte am vergangenen Freitag angesichts einer Muttertagsaktion ein Wrestler nahe der Wiener Millennium City durch die Brigittenau. Dann kamen allerdings selbst ernannte „Sittenwächter“ mit Messern: „Das stört unsere Religion.“

Prügelattacken, Verletzte, Drohungen vor Gericht

selbst ernannte „Sittenwächter“ in der Nähe der Millennium City schauen schon, dass Gesetze eingehalten werden. Wenn auch nicht unbedingt die österreichischen.

Jetzt schlugen sie wieder zu – im wahrsten Wortsinne.

„Es war als nette Muttertagsaktion gedacht“, erklärt ein Trafikant aus Brigittenau. Ein gut gebauter Oben-ohne-Wrestler verteilte Rosen an Frauen. Und bekam es mit einer Bande ausländischer Herkunft zu tun. „Das entspricht nicht unserer Religion“, ermahnte einer der Männer den Rosenkavalier – dieser Satz ist bei der Polizei aktenkundig, ein Verdächtiger äußerte ihn bei der Einvernahme.

„Menschen haben Angst“

Es kam zur Rauferei, Messer wurden gezückt, der Trafikant sogar verletzt. Bilanz: Drei Täter wurden angezeigt, nach weiteren vier wird gefahndet. „Die Justiz ist gefordert, diese Männer für ihr Verhalten so zu sanktionieren, dass dadurch eine general- und spezialpräventive Wirkung erzielt wird“, so Gerhard Haslinger, FPÖ-Bezirksparteiobmann aus Brigittenau. „Die Menschen haben Angst vor der Gruppe.“
Sittenwächter verletzten zwei Männer schwer

Wie mehrfach berichtet, war es nicht der erste brutale Übergriff selbst ernannter Sittenwächter in Brigittenau. Vier junge Tschetschenen hatten Ende Februar zwei Männer mit Schlägen und Tritten schwer verletzt. Stein des Anstoßes waren zwei Mädchen, die sich nachts mit ihrer Mutter vor einem Lokal in der Millennium City aufgehalten hatten.
„Bei uns in Tschetschenien ist das nicht erlaubt, um diese Uhrzeit draußen zu sein“, herrschte einer der Männer die Frauen an. Als die Mutter dann ihren Ehemann per Handy zu Hilfe rief und auch noch der Begleiter der Frau einschritt, eskalierte die Situation sofort.

Festnahme nach Urteilsverkündung

Anfang Mai wurde das Quartett dafür verurteilt. Kurz nach der Urteilsverkündung kam es zu einem Zwischenfall: Einer der Verurteilten – ein 19-Jähriger, der sich bis dato auf freiem Fuß befunden hatte – wurde noch vor dem Gerichtssaal festgenommen. Der Grund: Der junge Mann hatte in einer Verhandlungspause einen Kameramann des ORF mit den Worten „Wenn du mich filmst, finde ich dich“ bedroht.

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