Abgehörte Telefonate beweisen: Türkische Behörden lassen IS-Dschihadisten freie Hand

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Quelle: Unzensuriert

IS-Anhänger und andere Islamisten können sich in der Türkei, dank der Untätigkeit der Behörden, frei bewegen. Foto: quapan / flickr (CC BY 2.0)

IS-Anhänger und andere Islamisten können sich in der Türkei, dank der Untätigkeit der Behörden, frei bewegen.
Foto: quapan / flickr (CC BY 2.0)

Bei einer Pressekonferenz der türkischen Oppositionspartei „Republikanische Volkspartei“ wurden erdrückende Beweise für die Untätigtkeit der türkischen Regierung gegenüber den Terroristen des Islamsichen Staates (Daesh) vorgelegt. Der Abgeordnete Eren Erdem legte abgehörte Telefongespräche als Beweismittel vor. Die türkischen Behörden geraten nun erneut ins Zwielicht, unzensuriert.atberichtete bereits des öfteren über direkte und indirekte Unterstützungen des IS durch die Türkei.

Terroristen können Grenzen ungehindert passieren

Die den Behörden bekannten Telefongespräche beinhalten unter anderem Treffpunkte, Ausbildungsstätten und Routen der IS-Terroristen. Erdem kritisiert dabei die Untätigkeit der türkischen Regierung, diese Vorhaben zu durchkreuzen. Der Geheimdienst drücke ein Auge zu, wenn Terroristen ungehindert nach Syrien und wieder in die Türkei reisen, so die Vorwürfe. Auch bereits geplante Terrorakte im Inland sollen die Sicherheitsbehörden bewusst nicht verhindert haben. Im Gegenteil: Dschihadisten sind auch in der Lage, Waffen nach Syrien via Türkei zu schmuggeln, und das in rauen Mengen.

Islamisten in türkischen Spitälern behandelt

Aber auch Dokumente und Patientenlisten aus türksichen Staatsspitälern legte Erdem vor. Aus diesen geht hervor, dass IS-Dschihadisten zur Behandlung ihrer Verwundungen einfach in die Türkei reisen können. Die türkische Staatsanwaltschaft hat weder gegen die behandelnden Ärzte noch gegen die Krankenhäuser Strafverfahren eingeleitet. Aus irgendeinem Grund decke die türkische Regierung bewusst die Aktivitäten des IS und anderer Islamisten in Grenznähe zu Syrien. Ein Grund dürfte der lukrative Öl-Schmuggel, ein anderer ein möglicher Gebietsgewinn in Nordost-Syrien sein.

Erdem selbst erhielt aufgrund seiner Enthüllungen bereits des öfteren Morddrohungen. Am Ende seiner Pressekonferenz fragte der Abgeordnete bezeichnenderweise: „Warum schauen die Behörden, die friedliche Bürger wegen der Verteilung von Flugblättern auf dem Taksim-Platz verhaften, bei der Tätigkeit der Terroristen weg?

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