Stein auf Identitären von Hausdach geworfen – Polizei ermittelt wegen Mordversuchs

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Quelle: Unzensuriert

Die Polizei kam dem schwer verletzten Max sofort zur Hilfe. Der Täter soll außerdem den rechts abgebildeten Plastikkübel vom Dach geworfen haben. Foto: LPD Wien

Die Polizei kam dem schwer verletzten Max sofort zur Hilfe. Der Täter soll außerdem den rechts abgebildeten Plastikkübel vom Dach geworfen haben.
Foto: LPD Wien

Während die meisten Medien den Vorfall anfangs ignorierten, berichteteunzensuriert.at am Samstagabend bereits über einen schwer verletzten Teilnehmer an der Kundgebung der Identitären in Wien. Er wurde von einem damals noch nicht genau identifizierten Gegenstand am Kopf getroffen und musste im Wiener AKH notoperiert werden, weil innere Blutungen festgestellt worden waren.

Während die Verschweiger-Medien sich danach hauptsächlich mit der Frage beschäftigten, ob der Verletzte – wie ursprünglich gemeldet – im Koma gelegen sei oder – wie betont wurde – es sich nur um eine „leichte bis mittelschwere Kopfverletzung“ gehandelt habe, nahm die Polizei ihre Arbeit auf und konnte den Tathergang ziemlich genau rekonstruieren. jetzt wird gegen einen noch unbekannten Täter wegen Mordversuchs ermittelt.

Vermummte warfen Gegenstände auf Demonstranten

In der heutigen Presseaussendung der Polizei werden zunächst die dramatischen Umstände geschildert, unter denen sich die Tat ereignete:

Eine der schwerwiegendsten Attacken auf einen Menschen ereignete sich an der Kreuzung Goldschlagstraße Ecke Neubaugürtel. Dort erzwang eine große Zahl Vermummter, aber auch friedlicher, nicht vermummter Demonstranten, die sich jedoch nicht von den gewaltbereiten Straftätern örtlich distanzierten, einen Stopp des Marsches der Identitären. Hier kam es auf Grund der räumlichen Nähe zu massiven Übergriffen mit Wurfgeschossen auf Demonstrationsteilnehmer der Identitären und Polizisten.

Stein von Hausdach in Goldschlagstraße geworfen

Doch der Täter begnügte sich nicht mit dem bloßen Werfen, sondern ging noch wesentlich weiter:

Mehrere Zeugen beobachteten einen Mann, der sich auf dem Dach des Gebäudes Goldschlagstraße Nr. 2 befand. Dieser Mann warf laut Zeugenangaben den auf den Lichtbildern ersichtlichen Stein vom Dach des Gebäudes auf den Demonstrationszug der Identitären. Ein 17-jähriger deutscher Staatsangehöriger wurde von dem Wurfgegenstand am Kopf getroffen und dabei schwer verletzt. Polizisten die den Ernst der Lage erkannten, eilten dem Jugendlichen zu Hilfe und trugen den Verletzten zu einem Rettungswagen. Der 17-Jährige erlitt eine Blutung im Gehirn (Venenriss), musste in ein Spital gebracht und notoperiert werden.

Wie die Austria Presse Agentur berichtet, wurde der 17-jährige Max aus Hamburg mittlerweile auf die Normalstation verlegt. Er sei stabil und es gehe ihm gut, wird eine Sprecherin des AKH zitiert.

Auch Transparente angebracht – Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht nun nach Zeugen der Tat, die sich am Samstag um 15.35 Uhr zutrug. Der Täter soll sich über eine Baustelle Zugang zu dem Haus verschafft und dort eine Tür zum Dachboden aufgebrochen haben:

Die Polizei ersucht vor allem die zum Tatzeitpunkt anwesenden Medienvertreter, aber auch Privatpersonen, die von den Geschehnissen Videoaufzeichnungen angefertigt haben, um Durchsicht dieses Materials und bittet zweckdienliche Beobachtungen und Hinweise, die zur Klärung der Straftat beitragen können, beim Landesamt Verfassungsschutz unter der Telefonnummer 01/31310/74035 zu melden.

Ein Zusammenhang könnte mit einem Transparent bestehen, das auf einem Baukran angebracht wurde, der auf der Baustelle in der Goldschlagstraße positioniert war. Auf dem Transparent geschrieben war: „Nationalismus raus aus den Köpfen“. Ein deckungsgleiches Transparent hing laut Polizei ebenfalls am 11. Juni auf dem Wiener Stadthallenbad. Die Polizei bittet daher auch um Hinweise zu Personen, die diese beiden Transparente angebracht haben.

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