Startenor José Carreras im ORF: „Ich bin ein Nationalist“

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Quelle: Unzensuriert

Josep Maria Carreras bezeichnet sich als Nationalist und kämpft für die Unabhängigkeit Kataloniens. Foto: World Economic Forum / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Josep Maria Carreras bezeichnet sich als Nationalist und kämpft für die Unabhängigkeit Kataloniens.
Foto: World Economic Forum / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

ORF-Kulturmontag-Moderatorin Clarissa Stadler traute da wohl ihren Ohren nicht:„Ich bin ein Nationalist“ sagte Startenor José Carreras ihr ins Gesicht. Und auf die Frage, ob Nationalisten gut für Europa wären, legte der Spanier, der sich offen für ein Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens ausspricht, gleich nach:

„Sie fragen den Falschen. Denn ich bin ein überzeugter Nationalist. Ich hege eine sehr starke Zuneigung zu Katalonien, zum kleinen Land. Aber warum sollte das für Europa schlecht sein?“

Respekt vor dem Opernweltstar

Wäre es nicht Josep Maria Carreras, wie sich der Opernweltstar tatsächlich nennt, gewesen, der da vom ORF interviewt wurde und der ganz unverhohlen seine Meinung sagte, dann hätte man ihn am Küniglberg wohl zur persona non grata erklärt. Nicht nur das: Ein Mann, der offen zugibt, Nationalist zu sein, wäre bestenfalls wohl mit dem Begriff „Rechtspopulist“ davongekommen, im schlimmsten Fall wäre er ins rechte Eck gestellt worden.

Auf José Carreras „umgetauft“

Mit Carreras kann man das aber nicht machen. Er ist Publikumsliebling und tritt derzeit im Theater an der Wien auf, wo er den Richter in „El Juez“ singt. In dieser Oper geht es um ein dunkles Kapitel der spanischen Geschichte: Die Verschleppung und Umerziehung von Kindern regimekritischer Eltern zur Zeit der Franco-Diktatur. Auch Carreras hat schlechte Erinnerungen an diese Zeit: Ihm wurde es verboten, seinen Namen Josef Maria Carreras zu tragen. Man „taufte“ ihn auf  José Carreras um.

Stiftung zur Unterstützung der Leukämieforschung

Nicht nur deshalb tut man sich in den Medien schwer, diesen Mann zu verteufeln – so wie es die Mainstreammedien gerne mit Menschen tun, die sich – wie Carreras – als Nationalisten bezeichnen. 1987, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, erkrankte Carreras an Leukämie, konnte die Krankheit aber durch eine Knochenmarktransplantation überwinden und seine Gesangskarriere fortsetzen. Aus Dankbarkeit für das Überleben gründete er eine Stiftung zur Unterstützung der Leukämieforschung.

Bei dieser Karriere und Vergangenheit des Künstlers tut sich sogar der von Linken beherrschte ORF schwer, Josep Maria Carreras in ein schlechtes Licht zu rücken – auch wenn er offen sagt, ein Nationalist zu sein.

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