Syrer sprengt sich bei Anschlag in Ansbacher Innenstadt in die Luft

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Quelle: Unzensuriert

Zahlreiche Rettungskräfte nach Anschlag im Einsatz Foto: Screenshot / YouTube / RT

Zahlreiche Rettungskräfte nach Anschlag im Einsatz
Foto: Screenshot / YouTube / RT

Nach dem Massaker in München erschüttert Deutschland ein weiterer Anschlag. Bei einem Terroranschlag in Ansbach (Bayern) stirbt der Attentäter, über zehn Personen wurden teils schwer verletzt.

Behörden gehen von Terroranschlag aus

Sonntag gegen 22:00 Uhr ereignete sich vor dem Eingang zu einem Musikfestival im nordbayrischen Ansbach eine Explosion. Dass es sich um eine Gasexplosion gehandelt haben könnte, wurde von den Sicherheitsbehörden rasch ausgeschlossen. Vielmehr stellte man fest, dass ein Sprengkörper zur Detonation gebracht worden war. Dabei war der Attentäter selbst ums Leben gekommen. Polizeieinheiten riegelten die Altstadt ab. Das Musikfestival wurde sofort abgebrochen.

Täter war abgelehnter Asylwerber

Auf einer Pressekonferenz in der Nacht auf heute Montag teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann mit, dass es sich bei dem Attentäter um einen 27-jährigen syrischen Asylwerber  handelt, dessen Asylantrag  vor einem Jahr abgelehnt worden war. Seither lebte der Mann mit einer Duldung in Deutschland und soll in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. In der Vergangenheit war der Syrer bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten.

Islamistischer Hintergrund nicht auszuschließen

Ermittler überprüfen mittlerweile, ob es sich bei der Tat um einen islamistischen Terrorakt handelt. Herrmann führte dazu aus, dass die offensichtliche Absicht, mehrere Menschen zu töten, zumindest auf einen islamistischen Hintergrund hinweise: „Der Inhalt des Rucksacks wäre geeignet gewesen, um noch mehr Menschen zu verletzen und zu töten“, so der Innenminister. Der Sprengsatz war mit Metallstücken bestückt gewesen.

Täter wurde am Festivaleingang abgewiesen

Ersten Ermittlungen zufolge soll der Syrer zuerst versucht haben, auf das Festivalgelände zu gelangen, sei aber zurückgewiesen worden, weil er keine Eintrittskarte hatte. Anschließend war er zu jenem Weinlokal gelaufen, wo es kurz darauf zur Explosion kam. Vor der Tat soll der Syrer mehrmals mit seinem Handy telefoniert haben, welches von den Sicherheitskräften beschädigt aufgefunden wurde.

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