Ist Kern auch plem-plem? Der SPÖ-Bundeskanzler spricht plötzlich über „Kräfte der Finsternis“

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Quelle: Unzensuriert

SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern sieht sich als "Lichtgestalt" im Kampf gegen die "Kräfte der Finsternis". Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern sieht sich als „Lichtgestalt“ im Kampf gegen die „Kräfte der Finsternis“.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Politologe Peter Filzmaier hatte Frank Stronach nach dessen Auftritt im ORF-Sommergespräch hart und ziemlich mies analysiert. „Er ist plem-plem“, war noch die harmloseste Aussage, er sei „politisch eine Art lebender Leichnam“ schwer an der Grenze der Geschmacklosigkeit. Man kann gespannt sein, ob Filzmaier seine Analysen so konsequent weiterführt, denn dann müsste er wohl auch bei SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern seinen „Plem-plem“-Sager loswerden. Der spricht nämlich völlig unmotiviert von „Kräften der Finsternis“.

Rechtsextremem Pastor aufs Maul geschaut?

Bundeskanzler Christian Kern hat in seiner Rede am Landesparteirat der Tiroler SPÖ Donnerstagabend im Innsbrucker Congress vor der FPÖ gewarnt und gemahnt, dass die politischen „Kräfte der Finsternis“ verhindert werden müssten. Wie er auf „Kräfte der Finsternis“ kommt, hat er nicht dazu gesagt. Sucht man nach Quellen, stößt man auf den rechtsextremen Pastor Jerry Falwell. Konkret sagte dieser – schon 1984 – im Spiegel-Interview: „Die Kräfte der Finsternis werden vernichtet“. Schwer zu glauben, dass der Mann, der die Linken in Österreich repräsentiert, sich ausgerechnet bei einem Rechten Anleihen für seine Reden nimmt. Wohl eher bei einer anderen Spiegel-Geschichte, die allerdings ausch schon 23 Jahre alt ist. 1993 bezeichnete das linke Magazin die Freiheitlichen unter Jörg Haider als „Kräfte der Finsternis“, als dieser sein Österreich-zuerst-Volksbegehren startete.

„Lichtgestalt“ als SPÖ-Spitzenkandidat

„Es geht derzeit um eine Auseinandersetzung zwischen den Kräften des Lichts und den Kräften der Finsternis“, klärte Kern vor den Tiroler Genossen auf. Die SPÖ als Kraft des Lichts. Das gefiel den Roten, also spendeten sie ihrem „Erlöser“ Standing Ovations, wie die Medien berichteten. Mittendrin der Tiroler SPÖ-Chef Ingo Mayr – auch so eine „Lichtgestalt“. Er hatte den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer sinngemäß als „Nazi“ bezeichnet und wurde dafür vom Gericht verurteilt. Mit ihm, der laut Kern die Kraft des Lichts darstellt, geht die SPÖ als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2018.

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