Drogeriekette dm nahm „Tierabwehrspray“ in ihr Sortiment auf

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Quelle: Unzensuriert

Das als Tierabwehrspray verkaufte Produkt wirkt auch gegen zudringliche Zweibeiner. Foto: Raimond Spekking / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Das als Tierabwehrspray verkaufte Produkt wirkt auch gegen zudringliche Zweibeiner.
Foto: Raimond Spekking / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Seit Juni ist in den Filialen der Drogeriekette dm auch Pfefferspray zu erwerben. Kritik kommt von der Konkurrenz und der Polizei.

Konzern reagierte auf gesteigerte Nachfrage

Mit dem Entschluss, Pfefferspray in das Verkaufssortiment aufzunehmen, habe man auf die vermehrten Anfragen von Kundinnen reagiert, gibt dazu der dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer gegenüber dem Tagesspiegel bekannt. „Wir haben das geprüft und uns entschieden, das Tierabwehrspray in unser Angebot aufzunehmen“, so der Manager. Bereits seit 22. Juni ist das als „Tierabwehrspray“ bezeichnete Produkt bei dm erhältlich und eine Verkäuferin in einer Filiale in Berlin-Mitte berichtet, dass es sich „gerade in den letzten Wochen“ sehr gut verkaufe.

Menschen gehen über zu Selbstschutz

In den letzten Wochen und Monaten ist das Schutzbedürfnis in der Bevölkerung nach zahlreichen Migrantenattacken stetig angewachsen. Vor allem Frauen sind und waren bevorzugtes Ziel von Attacken und Übergriffen. Die Polizei kann die Sicherheit der Bevölkerung längst nicht mehr gewährleisten. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen dazu übergehen, sich selbst schützen zu wollen. So ist unter anderem die sprunghaft angestiegene Nachfrage nach Pfefferspray zu erklären. Dass die Bevölkerung gezwungen ist sich selbst schützen zu wollen, stößt allerdings auch auf Kritik.

Täter-Opfer Umkehr

„Ein Pfefferspray ist im Grunde ein Menschenabwehrspray“. Er wundere sich, dass DM, das seine anthroposophische Unternehmensphilosophie unterstreiche, ein solches Spray verkaufe, äußert sich ein Sprecher der Drogeriekette Rossmann kritisch. Selbst werde man Pfefferspray, genauso wie Pistolen und Schlagstöcke, nicht anbieten wollen. Was der Verkauf von Pfefferspray zum Selbstschutz mit „Anthroposophie“ zu tun hat, bleibt wohl sein Geheimnis.

Doch auch von der Polizei kommt Kritik. Tierabwehrsprays seien „ausschließlich für die Abwehr von Tieren vorgesehen“, gibt ein Sprecher der Berliner Polizei bekannt. Denn grundsätzlich sei der Einsatz von Tierabwehrsprays nicht für den Einsatz gegen Menschen bestimmt und damit auch nicht erlaubt, so der Polizeisprecher. Im Falle einer Notwehr müsste die Nutzung „im Einzelfall geprüft werden“. Auch der Hinweis, doch lieber „Distanz aufzubauen“, oder „die Straßenseite zu wechseln“ durfte bei den guten Ratschlägen des Polizeibeamten nicht fehlen.

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