„Hetze“ im Netz: News-Redakteur schreibt sich selbst ins Strafrecht

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Quelle: Unzensuriert

Hat die parlamentarische Bürgerinitiative gegen Hetze Erfolg, könnten linke Hetzer rasch im Häfen landen. Foto: Denis Barthel / Own work / wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Hat die parlamentarische Bürgerinitiative gegen Hetze Erfolg, könnten linke Hetzer rasch im Häfen landen.
Foto: Denis Barthel / Own work / wikimedia (CC BY-SA 4.0)

(N)icht (E)in (W)ort (S)timmt – so wurde das Magazin News lange Zeit im Volksmund zitiert. Dieses Image scheint die Zeitung auch nicht loszuwerden, obwohl die Schreiber von damals praktisch zur Gänze ausgetauscht wurden. Die Hetze gegen Andersdenkende geht munter weiter. Und so wurde in der Online-Ausgabe dem Oberösterreicher Richard Pichler breiter Raum eingeräumt. Dieser Mann – so News – wolle Falschberichte und Stimmungsmache in den Medien nicht mehr hinnehmen. Er gründete eine parlamentarische Bürgerinitiative gegen „Hetze“. News legt Pichler dann folgenden Satz in den Mund:

Der 49-jährige Oberösterreicher hat es satt in rechtsextremen Medien wie unzensuriert.at oder Wochenblick Halbwahrheiten und Hetze gegen Minderheiten zu lesen.

Menschen haben ein Recht auf seriöse Information

News schiebt also einen Bürger vor, um unzensuriert.at als „rechtsextremes Medium“ darzustellen. Und er darf uns unterstellen, „Halbwahrheiten und Hetze gegen Minderheiten“ zu schreiben. Dafür wurde allerdings kein einziges Beispiel angeführt und es wurde auch – wie es der journalistischen Sorgfaltspflicht entsprechen würde – keine Stellungnahme in der Unzensuriert-Redaktion eingeholt. Herr Pichler sagt es im News-Artikel, wie es sich gehört:

Die Menschen haben ein Recht darauf, seriös informiert zu werden.

Strafrechtliche Konsequenzen für Berichte ohne Beleg

Für Berichte, die etwa ohne Beleg oder mit verzerrten Statistiken veröffentlicht werden, fordert der Oberösterreicher „strafrechtliche Konsequenzen“. Was passiert nun mit dem News-Schreiber, der einen Artikel ohne Beleg und Recherche verzapft hat? Anscheinend wollte dieser ein Beispiel für einen Musterartikel verfassen, für den man nach Ansicht des Initiators dieser Plattform künftig im Gefängnis landen sollte.

News wollte wahrscheinlich nur „Musteratikel“ verfassen

Dem Anliegen des Gründers der Bürgerinitiative ist News leider nicht nachgekommen. Denn Richard Pichler will – wie es in News zumindest wiedergegeben wird – einen Beitrag leisten, um die Glaubwürdigkeit von seriösen Medien wieder zu stärken. Da handelt er ganz im Sinne von unzensuriert.at. Wir sind nämlich die Ersten, die aufdecken, wenn die Leser oder Fernsehzuschauer für blöd verkauft werden sollen. Und unsere Quellen auch stets anführen – so wie hier (News)

Eher „Hetze gegen Rechts“ wie bei VdB-Freund Rosam

Zuletzt wunderten sich die Fernsehzuschauer über den Kommunikationsexperten Wolfgang Rosam, der in derORF-Sendung „Im Zentrum“ plötzlich und völlig unmotiviert auf FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl losging. Der mögliche Grund für die Aggressivität erhellte sich am nächsten Tag. Der Lobbyist Rosam ist seit Jahren mit Van der Bellens Wahlkampfmanager Lothar Lockl geschäftlich verbunden. Unzensuriert.at hat diese „Zufälligkeit“ – wieder einmal – als einziges Medium veröffentlicht. Und kann das auch belegen.

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