Grüne Aslan: Initiative gegen Verschwendung von Lebensmitteln ist populistisch

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Grüne Konsumentenschutz-Sprecherin Aslan: Abkehr der Bobo-Fraktion von fundamentalen, grünen Anliegen. Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz

Grüne Konsumentenschutz-Sprecherin Aslan: Abkehr der Bobo-Fraktion von fundamentalen, grünen Anliegen.
Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz

Offensichtlich egal ist der grünen Nationalrats-Abgeordneten Aygül Berivan Aslan, zugleich Konsumentenschutz-Sprecherin ihrer Fraktion, der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: In der Sitzung des parlamentarischen Konsumentenschutzausschusses am 4. Oktober empörte sich die Grüne Aslan über einen Antrag der FPÖ gegen die Lebensmittelverschwendung und nannte die Initiative gar „populistisch“.  Den Antrag des Nationalrats-Abgeordneten Peter Wurmkonnte oder wollte sie aus einem Anti-FPÖ-Reflex heraus offensichtlich nicht verstehen:

Lebensmittel im Wert von jährlich 300 Euro wandern in einem österreichischen Haushalt durchschnittlich in den Müll. Jeder Österreicher wirft Jahr für Jahr rund 19 kg Lebensmittel in den Müll. Auf der anderen Seite leben über eine Million Österreicher unter der Armutsgrenze. Auch der Lebensmittelhandel und die Gastronomie müssen große Mengen an Lebensmittel, die das Ablaufdatum zwar überschritten haben, aber zum Verzehr und Genuss noch einwandfrei verwendbar sind, vernichten. Hier sollte eine gemeinsame Kraftanstrengung aller beteiligten Bundesministerien, der Sozialpartner und der Bevölkerung dazu dienen, dass diesem Unwesen der Lebensmittelvernichtung in Österreich Einhalt geboten wird.

Ein eigenes Bundesgesetz zum Stopp der Vernichtung von Lebensmitteln soll dafür Sorge tragen, dass Lebensmittel in Österreich in der Wertschöpfungs- und Absatzkette zwischen Lebensmittelindustrie, Lebensmitteleinzel- und Lebensmittelgroßhandel, Gastronomie und Konsumenten nicht vernichtet, sondern einer entsprechenden Verwertung zugeführt werden. Dafür soll ein entsprechendes Anreizsystem in Produktion, Handel und beim Konsumenten geschaffen werden.

Grüne verabschieden sich vom Tier- und Umweltschutz

Dass der Kampf gegen die alltägliche Lebensmittelverschwendung eigentlich ein ureigenstes Anliegen des Umweltschutzes ist und darüber hinaus auch noch eine immense soziale Komponente hat, ist der türkisch-stämmigen Grünen Aslan offensichtlich nicht bewusst. Ganz Mitglied der Bobo-Fraktion, möchte man solche fundamentalen Fragen gar nicht angehen. Diese Änderung der grünen Haltung zu Themen des Umwelt- und Tierschutzes findet man aber nicht nur im österreichischen Parlament.

Bis hinunter auf die Bezirksebene geht die Abkehr von ehemaligen Grundsätzen in der grünen Fraktion, so zuletzt etwa im Wiener Bezirk Margareten, wo die Grünen gemeinsam mit der SPÖ sogar gegen eine Wasserstelle für Hunde in einem Parkl stimmten. 

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