Nato schickt Bataillone aus 17 Staaten an Russlands Grenzen

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Nato schickt Bataillone aus 17 Staaten an Russlands Grenzen © REUTERS/ Petras Malukas

Die Verteidigungsminister der Nato-Länder haben endlich die nationale Zusammensetzung derjenigen Bataillone publik gemacht, die zu Beginn des nächsten Jahres an den Ostgrenzen der Allianz stationiert werden sollen, wie die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag schreibt. © AP PHOTO/ MICHAEL SOHN

Nato-Verstärkung im Schwarzen Meer – Deutschland macht mit Vier multinationale Bataillone werden von den USA, Deutschland, Großbritannien und Kanada angeleitet. Für das kanadische Bataillon werden Albanien, Italien, Polen und Slowenien Soldaten schicken. Ins britische Bataillon werden Dänen und Franzosen aufgenommen. Die Grenzen der Allianz werden Belgien, Kroatien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande und Norwegen unter der Führung Deutschlands schützen. Das kanadische Bataillon wird in Lettland stationiert, das deutsche in Litauen, das britische in Estland, das amerikanische in Polen. Die Bataillone werden sich von Januar bis Juni 2017 an ihren ersten Stationierungsorten aufhalten. Laut Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sollen diese neuen Stationierungen Russland klarmachen, dass ein Angriff auf ein Nato-Mitglied als Angriff auf alle gedeutet würde. Eine zusätzliche kombinierte multinationale Brigade soll demnächst außerdem in Rumänien stationiert werden; ihre Zusammensetzung wird allerdings noch diskutiert. Sie soll die Nato-Präsenz in der Schwarzmeerregion unterstützen und aus Boden-, Luft- und Seestreitkräften bestehen. Kanada, Deutschland, Niederlande, Polen, die Türkei und die USA werden dafür entsprechende Einheiten bereitstellen. Die Brigade wird von rumänischen Militärs geleitet werden, als Ausbilder würden Amerikaner agieren. Laut Rumäniens Präsident Klaus Johannis sollen diese Truppen in Craiova stationiert werden. Mehr zum Thema: Führt denn jetzt auch Italien Krieg gegen Russland? © SPUTNIK/ IGOR ZAREMBO Mehr Schutz für Kaliningrad: „Militär-Infrastruktur der Nato im Visier“ Die vier multinationalen Bataillone in Osteuropa bestehen aus jeweils rund 1000 Soldaten. Laut einem hochrangigen Nato-Vertreter erwartet offenbar niemand von den Bataillonen einen Stopp oder Abwehr eines hypothetischen russischen Angriffs, falls es dazu kommen sollte. „Das wichtigste, wovor dieses Bataillon schützt, ist das Eingreifen ‚kleiner grüner Männchen‘“. Bei einem großangelegten Angriff soll etappenweise zunächst mit nationalen Armeen und Schnellen Einsatzkräften der Nato und anschließend mit den in Europa stationierten US-Truppen und dann mit den Armeen der restlichen Allianzländer reagiert werden. Der Beschluss, die Nato-Ostflanke zu stärken, war seit Ende 2014 als Reaktion auf die Ereignisse auf der Krim und in der Ukraine besprochen worden und im Juli dieses Jahres beim Nato-Gipfel in Warschau im Juli endgültig gebilligt worden. Neben den multinationalen Bataillonen und der rumänischen Brigade, soll an der Ostflanke der Nato eine vollwertige US-Panzerbrigade im Rotationsprinzip stationiert werden. „Anfang des kommenden Jahres wird sie aus Colorado (US-Bundesstaat) in den Raum von Estland bis Rumänien verlegt“, sagte der US-amerikanische Nato-Botschafter Douglas Lute.

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